Zero Waste zu Hause - Wir haben 5 Tipps für dich

Guter Abfall ist Abfall, den wir gar nicht erst erschaffen. 

Entdecke einfache Tipps und Tricks, um deinen Abfall effektiv zu reduzieren.

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Lasst uns alle unseren Abfall reduzieren, es gibt viel zu viel davon! 

416,5 Millionen Tonnen. Das ist die Abfallmenge, die 2019 in Deutschland, laut des Umweltbundesamtes, erzeugt wurde. Davon werden 45,1 Millionen Tonnen von den Haushalten weggeworfen. Es geht also nicht nur um große Unternehmen, sondern auch um uns und unseren Hausmüll. Wir können unseren alltäglichen Abfall mit ein paar Zero Waste Tipps stark reduzieren.

Der Rest – und der Hauptanteil – dieser Abfälle stammt von Unternehmen. 700 Kilo pro Einwohner entfallen auf Unternehmen und 3.400 Kilo pro Einwohner auf den Bausektor.

Für einen Zero Waste Haushalt ist es daher wichtig zu wissen, wie man mit dem eigenen Abfall umgeht und wie viel Müll wir eigentlich produzieren. Eine Umstellung auf Zero Waste beginnt graduell mit der Bewusstmachung und danach Reduzierung der eigenen Abfälle. Hier sind 5 Tipps, um dich in Richtung Zero Waste zu bewegen.

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1. Bringe ein “Keine Werbung”-Schild an deinem Briefkasten an

Diese kleine Veränderung ist alles andere als trivial. Die Kennzeichnung deines Briefkastens mit einem „Keine Werbung“-Aufkleber würde laut Regierung 15 Kilo ungelesenen Papiermüll pro Person und Jahr vermeiden. Worauf wartest du noch? Einen kleinen Sticker anzubringen, ist das Leichteste der Welt :)

Es übt im Übrigen auch Druck auf diese Unternehmen aus, die Briefkastenwerbung übermäßig nutzen und zeigt ihnen, dass die kurze Lebensdauer der Prospekte nicht im Verhältnis zur Müllproduktion stehen.

2. Kompostiere deinen Bioabfall

Lebensmittelabfälle machen ein Drittel des Haushaltsabfalls aus. Dieser Abfall ist oft organischer Art: Abfallprodukte der Lebensmittelzubereitung (Kaffeesatz, Schalen, Eierschalen usw.), Reste von nicht fertig zubereiteten Gerichten, abgelaufene Lebensmittel ohne Verpackung usw.

Kompostieren ist eine alte Tradition und eines der einfachsten Mittel, bewusster mit Müll umzugehen. Organische Abfallprodukte sind wie Magie. Wenn wir sie mit der richtigen Methode kompostieren, entsteht fruchtbare Erde, die wir dann als Dünger für einen kleinen Zimmergarten oder unsere Topfpflanzen nutzen können. Es gibt Kompostierungshilfen, die dir den Einstieg in das Kompostieren erleichtern. Diese kleine Veränderung schafft Gutes, bringt dich ein Stück näher an einen Zero Waste Haushalt und es macht auch noch ein super gutes Gefühl. Wenn das Kompostieren zuhause nichts für dich ist, kannst du natürlich auch weiter die Grüne Tonne nutzen, die von der Stadtverwaltung angeboten wird.

3. Kaufe in losen Mengen und nutze wieder verwendbare Verpackungen

Verpackungen machen ein weiteres Drittel des Haushaltsabfalls aus. Beim Einkauf kaufen wir zum Beispiel 3 Packungen Nudeln à 1 kg in Einzelverpackungen, alle eingezogen in Plastik. Viele Läden haben bereits auf den Verkauf loser, trockener Lebensmittel umgestellt. Es gibt mittlerweile auch immer mehr Zero Waste Läden. Du kannst also deine eigenen, wiederverwendbaren Behälter mitbringen, befüllen und sie in einem Stoffbeutel nach Hause transportieren. Mit diesem kleinen Trick vermeidest du bereits eine große Menge an Plastikverpackungen.

Die gute Nachricht ist, dass der Kauf von Produkten in losen und großen Mengen boomt, insbesondere online. Im Online-Bioladen Alpakas sind beispielsweise die meisten Produkte in loser Schüttung erhältlich und werden in wiederverwendbaren Mehrwegbehältern nach Hause geliefert. Wir wollen dich ermutigen, diese bewusste Form des Einkaufs zu nutzen und damit aktiv eine Veränderung in deinem Konsum herbeizuführen, die es ermöglicht, Plastikverpackungen zu vermeiden.

Durch den Kauf von Produkten in großen Mengen und die Kompostierung deines Bioabfalls kannst du bereits zwei Drittel der Menge deines Haushaltsabfalls reduzieren. Genug, um nach dieser Veränderung eine kleinere Mülltonne zu nutzen und bald dann vielleicht gar keine mehr.

4. Kaufe lieber Second Hand

Der größte Teil des Abfalls wird immer noch von Unternehmen erzeugt. Deine Kaufentscheidungen haben einen direkten Einfluss auf die Kreislaufwirtschaft. Das heißt, wir haben direkten Einfluss auf die Produkte der Unternehmen.

Viele Produkte, insbesondere Kleidungsstücke, werden oft weggeworfen, bevor sie untraggbar geworden sind. Es gibt viele Unternehmen und Initiativen, die sich dieses Problems angenommen haben und Second Hand Läden zur Förderung von Abfallreduktion etabliert haben. Second-Hand-Mode, IT, Haushaltsgeräte, Möbel etc. Unterstütze die Wiederverwendung von Ressourcen, indem du gebrauchte Produkte kaufst und die Produkte, die du nicht mehr möchtest nicht wegwirfst sondern an andere weitergibst.

5. Lieber wiederverwendbare Gegenstände als Einwegartikel

Achte schließlich auf alltägliche Einwegartikel. Wegwerfartikel sind mittlerweile so in unser Bewusstsein übergegangen, dass wir gar nicht mehr bemerken, wie viel Müll wir damit eigentlich produzieren: Strohhalme, Kaffeebecher to go, Besteck, Papierhandtücher, Plastikflaschen, Zahnbürsten etc. Plastik ist einfach überall. Frage dich daher: Ist dieses Produkt wirklich wiederverwendbar? Nutze ich den Gegenstand gerade aus Gewohnheit? Es gibt mittlerweile Zero Waste Kits für Zuhause: Investiere in einen schönen, wiederverwendbaren Kaffee to go Becher, nutze eine Stofftragetasche zum Einkaufen, nimm eine Mehrweg-Wasserflasche in deiner Tasche mit, entscheide dich für waschbare Papierhandtücher usw. 

Aber vorsicht! Auch diese Zero Waste Artikel können ihren Zweck verfehlen, wenn wir sie zuhause anhäufen und mehr kaufen, als wir eigentlich brauchen. Kaufe sie bewusst und mit Vorraussicht.

FAQ : Häufig gestellte Fragen

  • Wie viel Abfall wird in Deutschland erzeugt?

    Die Statistikbehörde Eurostat hat Daten zu kommunalen Abfällen ausgewertet: Jede Person in Deutschlandentsorgte demnach im Jahr 2020 im Durchschnitt 632 Kilogramm Müll, Abfall, Reste, nicht mehr Gebrauchtes. Das macht Platz 4 im EU-Ranking der Müll-Produktion.

  • Wie viel Müll wird in deutschen Haushalten weggeworfen?

    Laut der WWF Studie „Das große Wegschmeißen“ landen über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr in Deutschland in der Tonne. Dies entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs von 54,5 Millionen Tonnen.

  • Wie kann man Zero Waste erreichen?

    Setze dir kleine Ziele, die du im Alltag umsetzen kannst, z. B. Werbestopp, Mülltrennung, Großeinkauf, wiederverwendbare Gegenstände etc.

  • Um über diese Tipps hinauszugehen, laden wir dich ein, deine Zero-Waste-Entscheidungen nach den folgenden Regeln zu überdenken: 

    1. Vermeiden: was nicht unbedingt notwendig ist ;
    2. Reduzieren: weniger Güter verbrauchen ;
    3. Wiederverwenden: Gegenstände reparieren und ihnen ein zweites Leben geben;
    4. Der Erde zurückgeben: durch Kompostierung von Bioabfällen ;
    5. Recyceln: als letzte Möglichkeit.